Das Zonensystem

Die Tabelle

Kurzfassung:

Gibt es hier nicht.

Ausführlich:

Wie komme ich an das Formular?


Die Tabelle liegt als PDF Datei vor.

Das Ausfüllen

.
Ich werde das Ausfüllen an einem Beispiel erklären.
Tragen Sie zusätzlich zu Ihren Kameradaten in den Kopfzeilen unter ASA C die angegebene Filmempfindlichkeit ein.

Falls Ihr Film 100 ASA laut Hersteller hat, müssen Sie den gemessenen Ausgangswert für Neutralgrau (also den Wert den der Belichtungsmesser anzeigt) in Spalte C eintragen. In A ergibt sich dann 25ASA (0,25 x C), in B ergibt sich 50ASA (0,5 x C) und in D schließlich 200ASA (2 x C).

Nun müssen Sie in der Tabelle bei Nummer 7 die gemessenen Zeit-Blenden Werte eintragen (in diesem Beispiel 1/60-f5.6). Das entspricht dann automatisch auch einer Belichtung auf Zone III bei einer Filmempfindlichkeit von 25ASA, wie sie in der Spalte A ablesen können.

Die andern Eintragungen können Sie nun errechnen, indem Sie, um eine schwächere Belichtung (entspricht niedrigerer Zone) hervorzurufen, die Blende um jeweils einen Schritt schließen, und für eine stärkere Belichtung die Blende um jeweils einen Wert öffnen.
Ich habe das folgende Beispiel für Sie einmal ausgefüllt.

Nr A B C D f t Dichte
1       0 — — —
2       I 22 1/125  
3     I II 22 1/60  
4   I II III 16 1/60  
5 I II III IV 11 1/60  
6 II III IV V 8 1/60  
7 III IV V VI 5.6 1/60  
8 IV V VI VII 4 1/60  
9 V VI VII VIII 2.8 1/60  
10 VI VII VIII IX 2 1/60  
11 VII VIII IX X 2 1/30  
12 VIII IX X   2 1/15  
13 IX X     2 1/8  
14 X       2 1/4  
15 0 0 0 0 — — —
16 0 0 0 0 — — —
17 0 0 0 0 — — —
—              
—          

In den Zeilen 18-31 tragen Sie die Zwischenwerte ein. Bild 18 sollte also eine halbe Blende knapper belichtet werden als Bild 2. Das ist mit einer Veränderung der Blende nicht mehr möglich, da Sie ganz geschlossen ist. Und eine Veränderung der Zeit in halben Stufen ist bei den meisten Kameras nicht möglich. Also ist dort ein Trick nötig. Wir verkürzen die Zeit auf ein 1/250 und wählen Blende 16. Das ist die gleiche Lichtmenge wie bei 1/125 und Blende 22. Nun können wir die Blende um einen halben Wert auf 19 schließen.

Auch diese Tabelle habe ich einmal zum Beispiel ausgefüllt.

Nr f t Dichte
18 19 1/250  
19 19 1/125  
20 19 1/60  
21 13 1/60  
22 9,5 1/60  
23 6,5 1/60  
24 4,8 1/60  
25 3,2 1/60  
26 2,4 1/60  
27 2,4 1/30  
28 2;4 1/15  
29 2,4 1/8  
30 2,4 1/4  
31 2,4 1/2  
32      
33      
34      
35      
36

Wenn Sie Ihre Werte alle eingetragen haben, müssen Sie nur noch nach dieser Tabelle Ihre Belichtungen vornehmen.
Sollten Sie sich dabei vertun (und das kann sehr schnell passieren), sind extra für eine solche Situation die Belichtungen 15/16/17 und 32-36 nutzbar, um dort Ausweichbelichtungen vorzunehmen.

Falls möglich sollten Sie diese Felder aber gar nicht belichten, wir haben damit nämlich einen Anhaltspunkt für die minimale Dichte, die der Film im Negativ auch ohne Licht (ohne Belichtung) liefert (den sog. Schleier). Falls Sie diese Felder aber benötigen, können Sie für den Schleier immer noch auf den Filmanfang (Bild Nr. 0) zurückgreifen.

Ich habe oft gleich drei Testfilme eines Typs auf einmal belichtet, damit ich die Arbeit des Auf- und Abbauens nicht mehrfach hatte, falls die angenommene Filmempfindlichkeit nicht stimmte. Manchmal braucht man alle drei, manchmal nicht.
Ich fand es auf jeden Fall ganz praktisch, im Notfall direkt mehrere weitere Testfilme zum Entwickeln zur Verfügung zu haben.

Nun müssen Sie den Film "ganz normal" entwickeln. Denken Sie daran, in die Kopfzeilen die Angaben für Entwickler/Konzentration und Bewegungsrhythmus einzutragen.

Der Bewegungsrhythmus hat einen großen, oft unterschätzten Einfluss auf den Negativkontrast.
Zu starke Bewegung führt zu kontrastreichen Negativen.
(Die Entwicklersubstanz in der Entwicklerlösung wird normalerweise an den Filmbereichen, die stark belichtet wurden, schneller verbraucht als in den Schatten, so daß die Entwicklung bei unbewegter Dose in den Lichtern langsamer abläuft als möglich.
Beim Kippen der Dose kommt nun wieder frischer Entwickler an die Lichterpartien und diese werden stärker entwickelt.)

Ich habe, egal was die Hersteller angaben, immer meinen Bewegungsrhythmus angewendet.
Die eigentliche Bewegung war immer gleich, innerhalb von 10 - 12 Sekunden habe ich die Dose zwei- bis dreimal *langsam* gekippt.

Zu Beginn der Entwicklung, also direkt nach Einfüllen des Entwicklers, wurde die Uhr gestartet und dann eine Bewegung wie oben beschrieben gemacht.
Die Dose habe ich nach dieser ersten Bewegung auf den Tisch gestoßen, damit evtl. am Film haftende Luftblasen entfernt wurden. Nach 30 Sekunden seit Start der Uhr wird der Film dann wieder bewegt (Falls doch noch Luftblasen hängen blieben, wurden sie nun verscheucht.) Danach kam immer, wenn die Uhr eine volle Minute anzeigte, eine Bewegung (also dreimal kippen), bis die Entwicklungszeit abgelaufen war.
Sollten Sie immer zu kontrastreiche Negative haben, und diese auch nicht vernünftig korrigieren können, denken Sie doch einmal über einen anderen Bewegungsrhythmus nach.

Was sie dann mit den entwickelten Negativen weiter verfahren, können Sie auf der nächsten Seite lesen.

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