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Welche Schritte in der Bildbearbeitung muss ich machen?

Digitaler Workflow 1

Kurzfassung

In diesem Bereich des Fotolehrgangs erfahren Sie:

  • warum eine Bildbearbeitung nötig ist
  • warum auch eine Bildverwaltung wichtig ist
  • u.v.m
Vorab:
Der Themenkomplex rund um die weitere Handhabung der Bilder, speziell um Verwaltung und Bildbearbeitung ist sehr umfangreich. Es würde den Rahmen dieses Fotolehrgangs sprengen, wenn ich in voller Ausführlichkeit darauf eingehen wollte.
Aber ich werde versuchen, Ihnen auf dieser und den anderen Seiten in diesem Kapitel die wichtigsten Punkte zu erklären.
Dieses Kapitel kann dabei trotzdem einigermassen kurz bleiben, da ich viele wichtige Werkzeuge und Verfahren der klassischen Bildbearbeitung wie z.B. Tonwertkorrektur, Gradationskurve, Rauschen, Exif-Daten, Histogramm,Tonemapping, HDR, DPI, Weißabgleich, unscharf maskieren, etc. im Glossar und in anderen Kapiteln aufgeführt habe.

Bildbearbeitungskurs

Sollten Sie einen Einstieg in das Thema Bildbearbeitung suchen, empfehle ich Ihnen die Teilnahme an einem meiner mehrmals im Jahr stattfindenden Workshops zur Bildbearbeitung. Termine und weitere Informationen können Sie unter www.fotoschule-ruhr.de finden.
Da können wir uns dann auch persönlich kennenlernen!

Natürlich ist gerade für Einsteiger die Bildbearbeitung mit ihren Möglichkeiten und Auswirkungen auf das Aussehen des Bildes der spannendere Teil diese Themenkomplexes.
Ich werde aber jetzt trotzdem mit dem Bereich der Bildverwaltung beginnen. Es erscheint mir sinnvoller, erst die gut gestalteten Bilder auszuwählen, bei denen eine Bearbeitung (besser müsste es heißen: Ausarbeitung) auch wirklich lohnend ist, bevor man mit dem Thema Bildbarbeitung beginnt.
Bis zur Bildbearbeitung bitte ich Sie also noch um ein wenig Geduld. [Oder springen Sie auf die nächste Seite. ;-) ]

Ausführlich:

Welche Bildbearbeitung soll ich wählen?

Und warum überhaupt bearbeiten?

Digitale Fotos müssen immer interpretiert werden, auf das Warum gehe ich auf einer der folgenden Seiten in diesem Kapitel ausführlicher ein.
(Wer das schon jetzt lesen will, klicke auf den grünen Balken hinter diesem Link.)

Eine Software zur Bildbearbeitung [oder besser: zur Ausarbeitung der von der Kamera bei der Aufnahme gemessenen und dann als RAW-Datei gespeicherten Helligkeiten der kleinsten noch messbaren Motivbereiche... ;-) ] wird also über kurz oder lang jeder brauchen, der die Digitalfotografie mit einer gewissen Intensität betreibt.

Doch welche Software ist die richtige? Es gibt von kostenlos bis xxx,xxEuro jede Menge unterschiedlicher Angebote. Manche werden von einer Community entwickelt und (hoffentlich) weiter gepflegt, manche sind Beilagen der Kamerahersteller und wieder andere werden von Firmen für den Verkauf oder die Vermietung (Abomodelle) entwickelt.

Aber welche Software ist die nun die richtige.

Die Frage erreicht mich natürlich öfter. Und ich könnte es mir jetzt einfach machen und den (für mich) lukrativen Weg wählen. Ich könnte Ihnen einfach eine Software empfehlen, bei der ich ordentlich mitverdiene, wenn Sie diese dann auf meine Empfehlung hin kaufen.
Und so etwas gibt es durchaus öfter.
Nicht jeder meiner Erklärbär-Kollegen, der Ihnen z.B. großzügig einen Gutscheincode für eine spezielle Bildbearbeitung "schenkt", macht das aus purer Nächstenliebe.
Wenn man für eine solche Empfehlung, falls sie dann in eine Bestellung umgesetzt wird, vom Hersteller der Software zehn Euro erhalten kann, ist die Versuchung schon recht groß.
(Unter diesem Link finden Sie eine Website, die den potentiellen "Partnern" sehr schön zeigt, wieviel bisher bereits für solche "Empfehlungen" ausbezahlt wurde – in dem Fall wohl in erster Linie für "Luminar". Und Sie können auch gleich noch sehen, wer anscheinend besonders viel empfohlen (und damit verdient) hat.)

Das heißt ausdrücklich nicht, dass eine solche Software prinzipiell schlecht ist, ganz bestimmt nicht. Manche dieser Programme verwende ich auch.
Aber ich halte es für unehrlich, wenn der finanzielle Vorteil der "Empfehlenden" nicht zumindest deutlich kommuniziert wird.
Und leider wird dann auf diese Art auch mal ein mittelmäßiges Programm zum Non-Plus-Ultra erklärt, ohne dass der unerfahrene Leser / Zuschauer das einschätzen kann. Solche Empfehlungen ohne entsprechende Hinweise haben in meinen Augen ein ziemliches "Geschmäckle".

Und damit sind wir bei mir.
Falls Sie sich "Lightroom(*)" oder andere Produkte über die Links auf meinen Seiten holen, erhalte ich zum Teil auch ein paar Prozente.
Im Fall von Lightroom aber nicht von Adobe, der Firma hinter Lightroom (und Photoshop), sondern von Amazon, also von einem Händler. Ich würde diese Prozente auch erhalten , wenn ich ein anderes Programm empfehlen würde.
Ich habe mir Mühe gegeben solche Links in meinen Veröffentlichungen entsprechend zu kennzeichnen.

Und ich freue mich natürlich, wenn Sie diesen Bestellweg gehen, aber wenn Sie Lightroom woanders kaufen, soll mir das auch recht sein. Und das gilt genauso, wenn Sie eine komplett andere Software holen.
Auf die Frage, was ich nun selber verwende, erhalten Sie von mir klar und eindeutig die Antwort "Lightroom Classic CC(*)", Photoshop (und, aber deutlich seltener, DXO, noch seltener eine alte Version von Luminar und für spezielle Fälle auch das eine oder andere Programm der Kamerahersteller).

Warum Lightroom?

Ich versuche eigentlich, diesen "Fotolehrgang im Internet" von konkreten Produktempfehlungen frei zu halten. Wenn ich nun aber alle meine Gründe für Lightroom Classic CC hier aufführen würde, würden die nächsten Abschnitte zu einer Art Verkaufsshow verkommen.
Deshalb werde ich darauf hier nicht weiter eingehen (vielleicht mach ich dazu mal einen Artikel in meinem Blog), ein Grund soll reichen.
Der für mich vielleicht wichtigste Grund ist die Zeitersparnis, die ich mit Lightroom habe.
Wenn ich die verschiedenen (auf den folgenden Seiten aufgeführten Schritte) von der Kopie des Bildes oder der RAW-Datei von der Speicherkarte zum Rechner bis hin zum ausgearbeiteten Bild an der Wand oder bei flickr, instagram oder sonstwo gehen möchte, müsste ich ohne LR verschiedene Programme nacheinander nutzen. Und gerade in dem für mich wichtigen Bereich der Ausarbeitung der RAW-Daten sind diese Programme (bei gleicher Bildqualität) oft deutlich langsamer.
Meine Zeit verbringe ich lieber mit dem Fotografieren als am Computer, deshalb bin ich gerne bereit, für Lightroom das Abomodell zu bezahlen.

Die Kosten

"Ja, aber wenn ich nur drei Bilder im Monat bearbeiten will, dann lohnt sich doch so ein teures Programm gar nicht. Egal ob einmal bezahlt oder als Abomodell."
Ja, das ist richtig und ich würde mir für drei Bilder im Monat auch keine teure Software kaufen.

Aber wenn es wirklich nur drei Bilder wären, würde ich Ihnen dann auch zusätzlich raten, gar nicht erst mit der Bildbearbeitung anzufangen. Denn wenn es nur drei Bilder im Monat sind, werden Sie nie die wünschenswerte Routine im Umgang mit der Bildbearbeitung erlernen.

Statt dessen werden Sie jedesmal, wenn Sie sich an den Rechner setzen, wieder bei "Adam und Eva" anfangen und sich fragen: "Wie ging das denn nochmal?" "Wie habe ich das denn im letzten Monat gemacht?" "Wo ist der Regler?" "Was war nochmal die passende Auflösung in der ich abspeichern sollte?" "Warum ist der Ausdruck jetzt auf einmal so dunkel geworden?"

Genauso wie Sie eine gewissen Routine im Umgang mit der Fototechnik benötigen, um gut fotografieren zu können, benötigen Sie Routine und Erfahrung mit der Bildbearbeitung. Und das wird mit drei Bildern im Monat nicht klappen.
(Und mal ganz ehrlich: wenn Sie das mit dem Fotografieren ernst meinen, werden Sie sicher mehr als drei Bilder im Monat haben, bei denen sich die Ausarbeitung lohnt. ;-)

Natürlich können Sie auch mit einer preiswerteren oder noch besser kostenlosen Lösung beginnen.
In dem Fall würde ich Ihnen neben den Programmen der Kamerahersteller in erster Linie „Darktable“ ans Herz legen. Es ist ein Freeware-Programm, das von einer Community getragen wird.
Darktable bietet viele klassische Verfahren der RAW-Ausarbeitung und einige Speziallösungen, die zum Teil selbst teuren Programmen fehlen.

Ein weiteres kostenloses Programm wäre "Lightzone", ursprünglich ein kommerzielles Programm das auf Schwarzweißausarbeitungen spezialisiert war.
Mittlerweile ist es auch gut zur Ausarbeitung von Farbaufnahmen geeignet. Als (mittlerweile) Freeware wird es wohl ebenfalls von einigen Enthusiasten gepflegt.

Vom oft empfohlenen kostenlosen "Gimp" würde ich abraten. Es ist, wie sein "Vorbild" Photoshop, nicht für die Ausarbeitung von RAW-Daten gedacht, sondern findet seinen Aufgabenbereich primär in der inhaltlichen Veränderung von Bilddateien.

Was einfaches für Anfänger

Das Problem mit der häufig in den sozialen Medien nachgefragten einfachen und möglichst auch kostenlosen Software für Anfänger liegt darin, dass Sie hoffentlich nicht lange Anfänger bleiben.
Und wenn Sie dann beizeiten aus der Einsteigerlösung "herauswachsen", müssen Sie evtl. wieder "umlernen". Vielleicht ist es dann doch besser, direkt mit "etwas richtigem" anzufangen.

Das soll hier zum Thema Softwarewahl jetzt aber reichen, kümmern wir uns im folgenden lieber um das "Was" und "Wie" als um das "Womit"".

Der "Workflow"

Die (neuen) Bilder aus Ihrer Digitalkamera sollten Sie nach einer mehr oder weniger immer gleichen Vorgehensweise abarbeiten.
Neudeutsch nennt man so etwas einen Workflow.
Ich werde einen solchen Ablauf hier grundlegend skizieren. Er sollte aber natürlich zu Ihnen und Ihrer Art der Fotografie passen, Sie werden deshalb sicherlich nach und nach einzelne Schritte ändern und an Ihre Bedürfnisse anpassen.

Übertragen und Auswählen

In jedem Fall müssen zuerst die Bilder in den Computer (oder aufs Tablett). Ich verwende dazu oft einen in den Computer eingebauten Cardreader bzw. ein externes per Kabel angeschloßenes Modell.

Die Kamera verbinde ich, soweit möglich, nicht direkt per Kabel mit dem Computer. Ich möchte unnötige Belastungen für den USB-Stecker der Kamera vermeiden. Bei einigen Modellen macht dieser nicht den stabilsten Eindruck.
Und (nicht unwichtig) ich vermeide auf diese Art eine Kabelverbindung zwischen zwei teuren Geräten, mit der eins der beiden versehentlich vom Tisch gerissen werden könnte.

WLAN

Bei vielen Kameras ist zusätzlich zu einer Verbindung per Kabel prinzipiell auch ein Übertragung per WLAN (und/oder Bluetooth) möglich.
Aber das ist je nach Modell nur eine Notlösung. Erstens ist dieser Weg meist langsam und zweitens können bei manchen Kameraherstellern per Funk nur die JPEGs auf den Rechner übertragen werden. (Es gibt für solche Fälle einen Workaround, den ich in meinem Blog unter dem Titel "RAWs mit WLAN in den Rechner (und auf Smartphone und Tablet) laden"veröffentlicht habe)

Manche Hersteller liefern mit den Kameras spezielle Software zum Importieren der Bilder. Diese Programme funktionieren manchmal aber etwas "anders". Im harmlosesten Fall bilden sie dann nur ungefragt Unterordner beim Übertragen der Bilddaten oder benennen sie einfach nach eigenem Gusto um.
Auf diese Softwarelösungen kann man zum Glück verzichten und statt dessen die Fotos einfach mit den Mitteln des Betriebsystems ("Arbeitsplatz", "Explorer", "Finder", etc.) oder der bevorzugten Bildbearbeitung/-verwaltung von der Speicherkarte in einen speziellen Ordner auf der Festplatte kopieren.
Beim Kopieren mit dem Betriebsystem ist dann immer klar ersichtlich, was mit den Daten in den beiden am Kopieren der Bilder beteiligten Ordnern tatsächlich passiert.

Falls Sie ein Programm wie "Lightroom"(*) benutzen, dass Ihnen die Kontrolle über den Speicherplatz überlässt, können Sie die Bilder natürlich auch damit übertragen.

Die Bilddateien werden von mir nicht umbenannt, sondern behalten die von der Kamera vergebene fortlaufende Nummerierung (falls notwendig allerdings ergänzt um Zehntausender-Stellen, um Dubletten zu vermeiden).
Die Dateien kamen bei mir früher zuerst in einen speziellen Ordner, der vor dem Kopieren leer sein sollte. In diesem Ordner wird aussortiert, die schlechten Bilder werden gelöscht. Das sind nicht wenige, man sollte da auch ruhig kräftig sortieren, vielleicht auch zweimal, mit etwas zeitlicher Distanz.

Heutzutage verwende ich zum Sortieren (und zum VerStichworten, zur Konvertierung der RAW-Daten bzw. zur Helligkeits- und Farbanpassung bei JPEGs) das Programm "Lightroom"(*) von Adobe, das mir als Bilddatenbank und RAW-Konverter gute Dienste leistet. (Und JPEGs und andere Bilddateien kann ich damit auch ausarbeiten.)
Damit kann ich auf einen speziellen Eingangsordner verzichten und dafür eine Sammlung nutzen (später mehr dazu).

Die Guten ins Töpfchen ...

Bevor ich die Bilder überhaupt in gut und schlecht einteile schütze ich "persönliche" Bilder. Das sind Aufnahmen, die mir fotografisch (also in Bezug auf ihre technische und gestalterische Qualität) egal sind, an denen ich aber emotional hänge. Diese wandern dann in einen speziellen Ordner.

Solche Bilder zeigen oft Familienangehörige oder Freunde und sind primär zur (gemeinsamen) Erinnerung gedacht. Ob sie gut gestaltet oder fototechnsich perfekt sind spielt bei diesen Aufnahmen keine Rolle.
Solche Fotos werden noch vor dem Auswahlprozess, also vor dem weiteren Beurteilen nach gestalterischen und technischen Gesichtspunkten, zur Seite gelegt, quasi "in Sicherheit gebracht".

Erst danach geht es an die eigentliche Auswahl der "fotografisch interessanten" Bilder — also der Landschaften, Makros, "Street"-Aufnahmen, Portraits, etc..
Bei diesen Fotos muss ich nun mit eisernem Besen Spreu vom Weizen trennen.

Die Menge der Fotografien hat sich durch die Digitalfotografie massiv vergrößert.
Zu den Zeiten der Fotografie auf Film waren so viele Bilder kaum möglich. Durch die damals mit jeder Belichtung verbundenen Kosten fotografierte man anders und verzichtete (leider) oft auf den zweiten oder dritten und evt. besseren "Schuß".

Das ist nun in der Zeit der Digitalfotografie deutlich anders, die Menge der Fotografien hat sich massiv vergrößert. Man nimmt im Urlaub nicht mehr nur ein einziges Foto vom Leuchtturm auf.
Da fotografiert man dann, während man auf den Leuchtturm zugeht, mit dem Tele eine Aufnahme von Dünen und Leuchtturm aus 800 m Entfernung. Danach ein Bild mit einer schönen Wolke im Hintergrund aus 500 m Entfernung, vielleicht auch noch eine Variante im Hochformat. Und dann noch eine weitere mit dem nun viel größeren Leuchtturm aus 200 m Entfernung.
Anschließend fotografiert man den Leuchtturm mit einem Strandkorb im Vordergrund, fotografiert noch etwas später am Leuchtturm senkrecht hoch (und eventuell auch noch von oben runter) und geht dann weiter.
Wenn man nun den Weg fortsetzt liegt der Leuchtturm im Rücken. Aber falls man sich mal nach hinten umschaut, bemerkt man vielleicht, daß der Leuchtturm aus dieser Richtung viel besser zum Sonnenlicht steht. Und so werden weitere Fotos gemacht. Auf die Art kommt man schnell mit *vielen* von diesem einen Ausflug zum Leuchtturm aus dem Urlaub zurück.

Viele dieser Fotos wurden aber nur gemacht, weil man zum Zeitpunkt ihrer Entstehung noch nicht wusste, dass man etwas später ein besseres Bild aufnehmen kann.

Die schlechteren Bilder könnten theoretisch natürlich direkt vor Ort gelöscht werden.
Aber am Strand ist das aufwändig. Man kann im Sonnenlicht die Bilder auf dem kleinen Display meist gar nicht richtig beurteilen.
Andererseits sind Speicherkarten heutzutage preiswert und so bleiben die überflüssigen Aufnahmen fürs erste einfach mal auf der Speicherkarte.
Aber zu Hause, nach der Übertragung in den Rechner, sollten die nicht so guten Bilder ausgewählt und später auch endgültig gelöscht werden.

Durch meine Kurse weiß ich, daß gerade auch viele Einsteiger Angst vor dem Löschen eines Bildes haben. Es könnte ja später vielleicht doch noch einmal wichtig sein.
Das von mir bevorzugte Lightroom CLassic CC (*) bietet dafür eine Lösung. (Und vermutlich wird es auch bei anderen Programmen ähnliche Möglichkeiten geben).

Schon beim Import kann man Kopien aller Bilder zusätzlich auf einen zweiten Speicherplatz übertragen, idealerweise wäre das eine nur für diesen Zwecke genutzte externe Festplatte.
Diesen zweiten Satz Bilder "vergisst" LR dann aber direkt wieder, sie können also während des Selektionsprozesses — und auch danach – aus LR heraus überhaupt nicht verändert oder gar gelöscht werden.

Falls Sie also Angst vor dem Löschen haben, dann kaufen Sie sich eine externe Festplatte und aktivieren Sie beim Bildimport dies zusätzliche Speicherung.

Kaufen Sie sich also eine solche externe Festplatte und aktivieren Sie beim Bildimport diese zusätzliche Speicherung. Dann können Sie auch Jahre später, wenn Sie glauben, sie hätten aus Versehen ein Spitzenbild gelöscht, an das Sie sich nun erinnern, dieses auf der "Müllhaldenplatte" suchen.
Und die Bilder der Müllhalde erlauben es Ihnen später, bei Bedarf (wenn Sie ein berühmter Fotograf sind), auch eine Art echte Kontaktbögen zu erzeugen. Mehr dazu, warum ich echte Kontaktbögen in der digitalen Welt vermisse (und was das überhaupt ist), können sie in meinem Text "Das Verschwinden der Kontaktbögen" lesen.

Gestaltung meist wichtiger als Fototechnik

Bei der Beurteilung und Auswahl der Bilder spielen Gestaltung und Bildinhalt die wichtigste Rolle. Ein technisch petfektes langweiliges Foto bleibt ein langweiliges Bild und sollte in den Papierkorb wandern.
Ein spannendes Bild verträgt dagegen durchaus auch mal den einen oder anderen technischen Fehler.
Die Bildgestaltung ist deshalb auf jeden Fall ein wichtiger Punkt bei der Bildauswahl, um die es auf der nächsten Seite mit den Überlegungen zur Bildauswahl und Bildverwaltung weiter geht.

Der Fotolehrgang LIVE!

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- mit Tom! Striewisch, dem Autor des Fotolehrgangs im Internet.

Ideal zum verschenken, schenken lassen oder auch sich selber schenken.

Mehr Informationen und Anmeldung zu den Fotokursen mit Tom! Striewisch hinter diesem Link.