HDR (High Dynamic Range), was ist das?

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Glossar

HDR (High Dynamic Range)

Es geht beim Themenbereich HDR um Bilder von Motiven mit einem erhöhten Kontrastumfang.
Digitale Bilder aus den heute (2021) im Amateurbereich üblichen Digitalkameras können nur ein beschränktes Maß an Kontrast aufnehmen, meist ist das weniger, als der früher weit verbreitete Farbnegativfilm aufzeichnen konnte.

Man spricht von LDR-Bildern. (Low Dynamic Range) Dieser beschränkte Kontrastumfang bringt bei einigen Motiven Probleme mit sich ( Clipping ). Mittels speziellen Kameras (teuer) oder mit besonderen Aufnahmemethoden kann man einen höheren Kontrastumfang aufzeichnen. Man nimmt dazu die gleiche Szene mit mehreren unterschiedlichen Belichtungen auf. Dabei wird die Belichtungszeit und nicht die Blende verändert, da sonst die Schärfentiefe nicht gleich wäre.

Mit spezieller Software, die heutzutage auch Bestandteil der Bildbearbeitung sein kann (Lightroom / Photoshop u.a.), wird aus den unterschiedlich belichteten Einzelbildern ein neues Bild gebaut. In diesem neuen Bild kommen die tiefsten Schatten aus dem hellsten Bild der Aufnahmereihe, die gut durchgezeichneten Lichter aus dem dunkelsten Bild.


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Mit diesem Verfahren kann man den aufgezeichneten Kontrast erhöhen, man spricht deshalb auch von DRI , Dynamic Range Increasement. Der Kontrastumfang dieser Aufnahme ist größer als die in der Bildbearbeitung üblichen 8 Bit oder 16 Bit, so dass spezielle Dateiformate mit 32 Bit oder 48 Bit zum Einsatz kommen.

Diese breit aufgefächerten Kontraste lassen sich weder am Monitor noch auf dem Papier wiedergeben. Mit diesen Medien kann man immer nur einen Ausschnitt, der im Kontrastumfang einem "normalen" Foto entspricht, zeigen.
Um den hohen Kontrastumfang trotzdem wiedergeben zu können, verwendet man eine spezielle Technik, das sogenannte Tonemapping. Damit wird der Kontrastumfang des HDR-Bildes auf die 8 Bit des LDR-Bildes eingedampft. Das Ergebnis ist aber nicht besonders schön, es ist einfach ein sehr flaues Bild.
Deshalb muss gleichzeitig der Lokalkontrast im Bild erhöht werden.

(Durch diese Steuerung des Lokalkontrastes kann auch man sehr "interessante" Bildwirkungen erzielen, die an Ölgemälde auf LSD erinnern. Eine zeitlang wurden (fälschlicherweise) diese überdreht ausgearbeitetetn Bilder mit dem Begriff HDR assoziiert.)

Für die Umwandlung der HDR-Bilder in LDR-Bilder und das Tonemapping verwendetet man früher nahezu ausschließlich spezielle Software wie zum Beispiel "Photomatix".

Heutzutage nutze ich dazu am liebsten Lightroom(*). Mit dem Programm arbeite ich alle meine (RAW-) Bilder aus und verwende ees also ständig. Die Schalter und Regler kenn eich dadurch sehr gut und muss mich für HDR nicht mehr (wie früher nötig) auf eine anderes Programm umstellen.
Und die Ergebnisse sind sehr gut, in der Regel sogar sehr deutlich besser als das, was man früher mit spezieller HDR-Software erreichen konnte.

Ein eigentlich zu hoher Kontrastumfang lässt sich auch mit anderen Verfahren in eine LDR-Datei überführen: Erik Krauses Photoshopaktion (www.erik-krause.de) oder Programme wie PTAverage oder Enfuse sind hier zu nennen. Deren Ergebnisse weisen nicht den manchmal zu starken Effekt des Tonemappings auf und sind gerade deshalb dann im Vorteil, wenn solche Effekte stören würden.

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