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Vor mittlerweile mehr als anderthalb Jahrzehnten sind die zumeist vereinfacht als Systemkameras bezeichneten Modelle auf den Markt gegkommen. Präziser sollten sie aber "spiegelose Systemkameras" genannt werden. Denn auch die schon lange erhältlichen Spiegelreflexkameras, egal ob analog oder digital, sind in ein System (Objektive, Blitze, anderes Zubehör) eingebunden. Diese besitzen aber als Sucherelment den im Namen geführten Spiegel.
Es gibt seit einiger Zeit auch quasi "aufgebohrte" Kompaktkameras, die zuerst unter dem Begriff EVIL (Electronic Viewfinder, Interchangable Lenses elektronischer Sucher, wechselbare Objektive) auf den Markt kamen und seit der Photokina 2010 als (spiegellose) "Systemkameras", beziehungsweise DSLM (Digital Single Lens Mirrorless), den Kameramarkt eroberten. In vielen Punkten ähneln die typischen Vertreter dieser Klasse den Spiegelreflexkameras sehr, sie sind ähnlich ausgestattet bis hin zu Bildstabilisator und Schlitzverschluss (auch bei den Systemkameras muss man also beim Blitzen die Synchronzeit berücksichtigen). Sie liefern bei gleichartigem Sensor auch ähnlich gute Ergebnisse. Dieser Kameratyp ist durch das namensgebende Systemzubehör (Objektive, Blitz etc.) zumindest in den wichtigsten Punkten auch genauso erweiterbar wie die Gruppe der DSLRs.
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Systemkameras werden bzw. wurden in nahezu allen Sensorformaten angeboten, von kleinen 1-Zoll-Sensoren über das Four-Thirds-Systems (und davon abgeleitet das mFT System) über APS-C ubis hin zum "Vollformat". Auch im digitalen Mittelformat sind sie seit einigen Jahren zu finden. Die kleineren Sensoren, wie sie z.B. Nikon in dieser Kameraklasse einsetzte, ermöglichen natürlich den Bau kleinerer Kameras (und Objektive), bringen aber auch wieder die Nachteile kleinerer Sensoren mit sich, wie z.B. eine generell höhere Rauschanfälligkeit und eine im Verhältnis riesige Schärfentiefe. Übrigens, natürlich können Sie auch mit einer Systemkamera an einem meiner Fotokurse teilnehmen. Ich kann Ihnen, nach Rücksprache, auch ein Testmodell zur Verfügung stellen. Im Bereich dieser Kameras gibt es einige sehr interessante Lösungsansätze. Typisch ist, dass Systemkameras das Bild schon zur Einstellung direkt vom Sensor zeigen (ähnlich den Display- und Bridgekameras) und dem "Liveview" der digitalen Spiegelreflexmodelle. Auf diese Art kann man den Parallaxenfehler der Sucherkameras vermeiden, man sieht ja den gewählten Motivbereich quasi direkt durch das Objektiv.
Leider haben mache dieser Modelle nur wenige Bedienelemente am Gehäuse, viele Einstellungen müssen dann umständlich über das Menü aufgerufen werden. Wenige Schalter und Rädchen gaukeln dem unerfahrenen Einsteiger eine einfache Bedienung vor. In meinen Fotokursen erlebe ich es aber regelmässig, daß das häufige Aufrufen des Menüs es gerade den Anfängern schwerer macht.
Ideal zum verschenken, schenken lassen oder auch sich selber schenken.
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Es gibt (wie überall in der Fotografie ;-) ) natürlich auch bei Systemkameras Sonderfälle. So gab es zum Beispiel eine "Modulkamera", die quasi aus einem Handstück mit Akku, Speicherkarte und Display bestand, in das verschiedene fest miteinander verbundene Einheiten von Objektiv und Sensor eingeklinkt werden können. Die Sensoren dieser Aufnahmemodule können unterschiedliche Größen und damit unterschiedliche Charakteristiken haben. Ob das sinnvoll ist, hängt sicherlich vom Anwendungszweck ab.
Spamschutz, die Summe aus achtzehn und sechs ist: (in Ziffern)
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