Wie kann man Fotos gestalten?

Tipps zu einzelnen Themenbereichen

Tiere (Haustiere)

  • Aus Augenhöhe der Tiere fotografieren.
  • Bei Tieren mit schwarzem Fell den Blitz einsetzen, das gibt schöne Reflexe auf dem Fell. (Der Blitz sollte von der Seite kommen, sonst besteht die Gefahr „roter“ Augen.)
  • Aquarium: Scheibe im Becken einziehen, um die Fische im vorderen Bereich zu halten, damit sie sich nicht zwischen den Pflanzen verstecken können. Licht mit Blitz (TTL-Messung oder per Histogramm einregeln) von oben.
  • Kühe: Nahe herangehen, Weitwinkel einsetzen.

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Kinder

  • Aus Augenhöhe fotografieren.
  • Typische Aktionen und Situationen suchen.
  • Das Fotografieren regelmäßig in die Spiele integrieren und für die Kinder zu einer Selbstverständlichkeit machen.

Fremde Menschen
Wenn Sie fremde Menschen fotografieren wollen, dann ist es wichtig, dass Sie sich viel Zeit lassen. Wenn es um Straßenszenen geht, gehört dazu auch, dass Sie sich langsam bewegen, als „Flaneur“ quasi mit der Umgebung mitschwimmen.
Wenn es um Porträts einzelner Fremder geht, so hilft am besten offenes und freundliches Auftreten verbunden mit dem sicheren Gefühl, nichts Böses zu tun.
Anmerkung
Es gibt einen interessanten Dokumentarfilm über Sebastio Salgado, der während seiner Arbeit an dem Buch Workers: An Archaeology of the Industrial Age entstanden ist. Man sieht ihn in diesem Film, wie er in vielen Ländern der Welt quasi im Strom der Menschen mitschwimmt, um ganz "nebenbei" zu seinen Bildern zu kommen. Leider ist mir der Name des Films entfallen, wenn er Ihnen bekannt ist, senden Sie mir biete eine Email (siehe Link am Seitenende)

Und dann brauchen Sie Zeit, bis der zu Porträtierende Sie als selbstverständlich akzeptiert und nicht mehr posiert. So sind dann auch Bilder möglich, die den Betrachter nicht nur (wie es bei Teleaufnahmen aus der Distanz oft der Fall ist) draußen vor dem Bild stehen lassen, sondern ihn einbeziehen.


Feuerwerk
  • Weitwinkel (leichtes Tele kann je nach Motiv aber auch sinnvoll sein)
  • Stativ
  • Drahtauslöser
  • 100-ASA-Filmempfindlichkeit
  • Blende 11
  • Kamera auf „B“ stellen (Langzeitbelichtung), und wenn das Feuerwerk im Gange ist, mittels Draht- oder Fernauslöser den Verschluss aufmachen und so lange offen lassen, bis genug Feuerwerk aufs Bild gekommen ist (2 bis 4 Sekunden).
  • Evtl. spiegelnde Flächen Wasser, Glasfassade, feuchter Boden etc. mit ins Bild einbeziehen. 320 Gestaltung Wahrnehmung 321
  • Achten Sie bei der Wahl des Standortes auch auf die Windrichtung: Der Rauch sollte nicht zwischen Sie und das Feuerwerk ziehen.
  • Sollte Windstille herrschen, werden Ihre ersten Bilder die besten sein, da später womöglich zu viel Qualm am Himmel ist. Dieser stört meistens – kann in besonderen Lichtsituationen aber auch reizvoll sein.

Landschaft
  • Bildecken beobachten!
  • Vorder-, Mittel- und Hintergrund einbeziehen.
  • Größendynamik durch Wahl des Aufnahmestandpunktes und der Brennweite steuern.
  • Durch Reduktion auf das Typische den Charakter herausarbeiten.
  • Negativformen (Himmel etc.) beachten.

Hochzeit oder ähnliche Feier
Wenn man sich lange genug mit Fotografie beschäftigt, ist man in den Augen seiner Umwelt, also der Freunde und Verwandten, irgendwann „der Fotograf“.
Dies kann Spaß machen, bringt aber oft Probleme mit sich. So wird man irgendwann gebeten werden, die Hochzeit, die Kommunion oder die Taufe zu fotografieren.

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Das ist eine sehr gefährliche Situation. Es ist schwierig, sich da herauszumanövrieren. Und wenn Sie es nicht schaffen, ist die Feier für Sie gelaufen. Dann müssen Sie fotografieren, wenn die anderen sich amüsieren.
Und wehe, wenn die Bilder hinterher nichts geworden sind! Deshalb einige Ratschläge:

  • Wenn irgend möglich, den Fotoauftrag ablehnen!
  • Die Örtlichkeiten vorher begehen, um die Lichtsituationen kennenzulernen.
  • Den Pfarrer oder den Standesbeamten vorher nach Fotogenehmigung (Blitz erlaubt? Wann darf fotografiert werden?) fragen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie in der Kirche der einzige Fotograf sind, ein Blitzlichtgewitter von den diversen Tanten und Onkeln kann die gesamte Situation zerstören. Der Groll gilt dann aber oft genug eben nicht den „Amateuren“, sondern Ihnen.
  • Den Ablauf der Feier vorher abklären (auch solche Sachen wie Entführung der Braut oder kleine Show- oder Spieleinlagen der Verwandtschaft). Die Bilder werden halt besser, wenn Sie ungefähr wissen, was Sie erwartet.
  • Überlegen Sie vorher, welche Situationen Pflichtmotive sind (Brautpaar mit Trauzeugen, Eltern, Gruppenaufnahme der Gäste, Ringwechsel, Brauchtum bei der Feier). Sprechen Sie das mit dem Brautpaar, also dem Kunden, ab.
  • In der Kirche und auch in den Räumen der Feier können Sie oft nicht indirekt blitzen (Decke zu bunt/zu hoch). Üben Sie deshalb das Aufhellblitzen vorher. Vertrauen Sie dabei lieber auf ein externes Blitzgerät.
  • Üben Sie das Fokussieren bei wenig Licht.
  • Die Belichtungsmessung von Fotos, auf denen die Braut abgebildet wird, wird durch das weiße Brautkleid oft fehlerhaft. Kontrollieren Sie sorgfältig die Clippinganzeige und das Histogramm.
  • Bei Einsatz einer analogen Kamera: Messen Sie auf einen anderen Bildbereich (Graukarte). Oder Nehmen Sie eine Lichtmessung mit einem externen Belichtungsmesser vor.
  • Ausreichend Batterien bzw. Akkus für Blitz und Kamera einplanen. Und mindestens einen Film bzw. eine Speicherkarte mehr mitnehmen, als Sie zu brauchen glauben.
  • Wenn Sie üblicherweise nur oder überwiegend statische Motive (Landschaften etc.) fotografieren, sollten Sie vorher das Fotografieren von Menschen unbedingt üben.