Notizen zur Fotografie ...

Eye-Fi Speicherkarte mit Funk

Dieser Text unter diesem Absatz ist aus dem Sommer 2010, also aus der Wlan-Steinzeit der Digitalfotografie. Mittlerweile haben viele Kameras WLAN eingebaut. Aber evtl. sucht ja jemand nach einer Lösung für ein älteres Modell, deshalb lasse ich den Text hier weiter online. Der Link zu der von mir verwendeten Funkkarte ist auch nicht mehr aktuell, sie wird anscheinend nicht mehr verkauft. Eine mögliche Alternative mit deutlich höherem Speichervolumen wäre evtl. diese Karte:

WARNUNG 2016


Die Firma Eye-Fi macht diese und andere Wifi-Karten ab September 2016 unbrauchbar. Der für die erstmalige Einrichtung einer Verbindung nötige Internetserver wird abgeschaltet. Danach kann die Karte nicht mehr mit neuen Geräten verbunden werden, sie wird dadurch zu Elektronikschrott. Leider muss man annehmen, dass das auch für andern Produkte dieser Firma irgendwann zutreffen kann, einen Kauf von EYE-Fi Karten und anderen Produkten dieser Firma kann ich also nicht länger empfehlen.
Schade, aber so versaut man es sich grundlegend mit loyalen Kunden!

Den Text unten lass ich stehen, da es da auch um grundsätzliche Dinge geht, die nicht nur mit EYE-Fi Karten funktionieren.


Meine Eye-Fi Speicherkarte (eine Pro X2) besitze ich jetzt seit einigen Wochen. Und ich bin immer mehr davon überzeugt, dass sie nicht nur für mich als Fotolehrer, sondern auch für andere Fotointeressierte nützlich sein kann.
Eye-Fi Pro X2 8GB Speicherkarte mit Wi-Fi

Eye-Fi, was ist das?
Bei der Eye-Fi Speicherkarte handelt es sich nicht nur um eine einfache SD-Karte. Vielmehr ist sie zusätzlich noch ein Funkkarte, mit der man eine Verbindung zu einem WLAN aufnehmen kann. Dadurch können die Bilder auf der Karte drahtlos an einen Empfänger übertragen werden (Achtung, es gibt verschiedene Typen von Eye-Fi's die zum Teil nur JPEGs übertragen können).
Als Empfänger für die Bilder kommt nicht nur der eigene Rechner in Frage. Man kann auch in (zugänglichen) fremden WLANs oder an öffentlichen Hotspots Bilder verschicken, zum Beispiel an den eigenen Facebook- oder flickr-Account oder andere Dienste. Je nach Einstellung werden dann nur bestimmte ausgewählte Bilder, bestimmte Bildertypen (nur JPEGs und/oder nur RAWs und/oder nur Filme), bestimmte Ordner oder aber alle Bilder und/oder Filme auf der Karte übertragen.
In einer besonderen Einstellung werden ab einem bestimmten Füllstand des Speicherteils der Karte (derzeit fasst Sie bis zu 8GB) die ältesten Bilder auf der Karte zu einem Wunschziel in der "Cloud" oder zuhause übertragen und anschliessend gelöscht und so Speicherplatz freigegeben. Mit einer einigermassen regelmässigen Internetverbindung hat man so eine Art "endlose Speicherkarte".
Für mich ist diese Funktion von EyeFi allerdings eher weniger wichtig. Ich benötige (für meine Fotokurse) vor allem die Funktion unterwegs Bilder direkt nach dem Aufnehmen zu übertragen um sie dann auf einem größeren Display zeigen zu können.

Mobil auch an iPad und Konsorten
Und das geht dann nicht nur zum dem Laptop, sondern mit einem kleinen Trick auch aufs iPad und andere mobile Geräte .
Generell wird zur Übertragung ein WLAN benötigt. Wenn keins in der Nähe ist, kann man auf einem WLAN-fähigen Laptop auch eine einfache adhoc-Verbindung einrichten und darüber die Karte in der Kamera ansprechen.
Mit einem iPad (oder iPhone oder iPod) kann man leider kein adhoc-Netzwerk erstellen, hier braucht man einen Router. Update: Es gibt ein Firmwareupdate für die X2-Karte. Dadurch kann diese ein Adhoc-Netzwerk aufbauen und mit der neuen Eye-Fi-App (für Android? und iOS) oder "Shuttersnitch" (siehe unten) Bilder übertragen).

Glücklicherweise gibt es solche Router auch für den mobilen Betrieb mit Akku und so klein, dass sie problemlos Platz in der Foto- oder gar Jackentasche finden.
Ich verwende ein Huawei E5830 (mittlerweile gibt es schon Nachfolger), das nicht nur ein mobiles WLAN für bis zu fünf Geräte aufbaut, sondern auch noch (bei Akkubetrieb für bis zu fünf Stunden) mit entsprechender Mobilfunkkarte eine Verbindung per UMTS ins Internet zulässt. (1)

Auf dem "iGerät" muss dann nur noch eine entsprechende App zum Empfang der Bilder installiert sein. Zur Zeit kommt da nur "Shuttersnitch" in Frage, eine App vom Eyefihersteller selber ist aber auch angekündigt. Update: Die App ist mittlerweile erhältlich und kann zusammen mit einer X2-Karte mit aktueller Firmware Bilder empfangen.

Einsatz
In erster Linie benutze ich die Karte mit dem Router dazu, unterwegs drahtlos Bilder aufs iPhone und vor allem auf's iPad zu übertragen.
Das ist eine tolle Möglichkeit für mich, den Teilnehmern meiner Kurse sofort die aktuell aufgenommenen Beispielbilder zu präsentieren. Ich könnte die Aufnahmen zwar sicherlich auch per Kartenleser einlesen, aber so geht es schneller und direkter.
Aber das ist nicht der einzige Einsatzzweck.
Wenn man auf der Straße Fotos von Fremden machen möchte, kann es sehr hilfreich sein, wenn man dann das iPad aus der Tasche ziehen und die Bilder präsentieren kann. Durch den mobilen Internetzugang des UMTS-Routers habe ich zusätzlich die Möglichkeit, die Bilder als kleines Dankeschön direkt per Email an die Abgebildeten zu verschicken.
Auf dem Weg erhält man sogar ganz nebenbei die Emailadresse der "Model" und kann dann später im Falle eines Falles sogar wegen einer Veröffentlichungsgenehmigung nachfragen.
Und keine Sorge, man muss nicht die großen Originaldaten verschicken, sondern kann mit Shuttersnitch die Bilder zum Versand automatisch runterrechnen und auf Wunsch auch mit einem Copyrightvermerk oder Wasserzeichen oder speziellem Overlay versehen.
Stationär kann die WLAN-Karte für die Kamera natürlich auch hilfreich sein, aber das soll hier nicht weiter vertieft werden.

01

Entscheidender Nachteil: die Karte geht beim Speichern recht gemütlich zur Sache.
Wenn der Puffer der Kamera voll ist, braucht man etwas Geduld.
Ausserdem belastet die Übertragung den Kameraakku anscheinend auch dann, wenn kein WLAN in der Nähe ist, evtl. durch die Suchvorgänge.
Ich habe mir deshalb angewöhnt, entgegen meines sonstigen Vorgehens, die Kamera bei längeren Fotopausen auszuschalten.
Ein weiteres Handicap: die Karte gibt es nur im SD Format und der Hersteller garantiert nicht die Funktion mit SD->CF-Adaptern. Tatsächlich gibt es wohl Adapter, mit denen die Karte nicht zusammenarbeitet. Ich verwende an meinen DSLRs einen Adapter von "Quenox" der problemlos mit der Karte funktioniert.


Allerdings ist durch das zusätzliche Material um die Karte die Funkreichweite eingeschränkt.
Entscheidend ist dabei der Abstand zwischen Kamera und Router.
Da ich diesen eh beim mobilen Einsatz bei mir trage, ist diese Einschränkung für mich eher nur theoretisch.
Im Studio mit einem stationären Router sollte man die geringere Reichweite mit Adapter (ca. zwei bis drei Meter) aber berücksichtigen.
letzter Nachteil, zum Einstellen der Kartenfunktionen benötigt man einen Rechner mit Internetzugang oder eine Kamera mit entsprechender Funktion. (Angeblich kann die Canon D60 das.)

(1)
Mit dem UMTS-Router kann man natürlich nicht nur Bilder übertragen. Im Ausland biete mir das Gerät auch einige Vorteile. So kann ich zum Telefonieren mit dem Smartphone in meinem gewohnten mobilen Netz erreichbar bleiben, wegen der hohen Kosten deaktiviere ich aber das Data-Roaming meines Anbieters.
Durch den Router kann ich dann trotzdem mobil das Internet nutzen, indem ich in den Router eine ausländische UMTS-Karte stecke.
Ich bin häufiger in den Niederlanden und habe mir deshalb für den Router eine Prepaidkarte von t-mobile.nl mit voller HDSPA-Geschwindigkeit und Kostendeckelung bei max. 4,50€/Tag gekauft.
Mit dem Router und dieser Karte können jetzt meine mobilen Geräte auch im Ferienhaus oder am Strand ins Internet, z.B. um Windstärken, Gezeiten oder das abendliche TV Programm abzufragen. Oder um solche Texte zu schreiben und zu veröffentlichen. ;-)

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