Glossar

Spiegelobjektive (Spiegeltele)

Spiegelobjektive sind eine preiswerte Möglichkeit in extreme Telebrennweiten vorzudringen.
Durch den gefalteten Weg des Lichts können auf diesem Wege auch sehr lange Telebrennweiten recht kompakt gebaut werden.

Aber Spiegelobjektive haben leider auch einige Nachteile, die Sie vor einem Kauf berücksichtigen sollten:

  • Die optische Leistung der meisten Spiegeltele ist eher nur unterer Durchschnitt.
  • In aller Regel sind diese Objektive lichtschwach. Deshalb braucht man für Aufnahmen aus der freien Hand hochempfindliche Filme oder be-"rauschende" ISO-Werte an der Diggi..
  • Spiegeleobjektive kann man nicht abblenden, es bleibt bei der festen Blende, meist Blende 8. Wenn man (Bewölkung) hochempfindlichen Film einsetzt, kann das in bestimmten Situationen (Sonne kommt hervor) mit der kürzesten Belichtungszeit, die die Kamera beherrscht, zu Problemen führen
  • Durch die fehlende Abblendmöglichkeit fehlt auch die Einflußmöglichkeit in Bezug auf die Schärfentiefe.
  • Durch die Form des 2. Spiegels ist eine Blendenform vorgegeben, die zu Unschärfekringeln führt. Diese machen den unscharfen Bildbereich viel unruhiger als die üblichen Unschärfescheiben konventionelller Objektive.
    Sieht meist recht häßlich aus. Bokeh
  • Mit diesen Objektiven kann nur in Zeitautomatik fotografiert werden, da die Blende ja fest vorgegeben ist.
    Wenn man die Belichtung manuell einstellt, muss man, wenn die Kamera nur volle Zeitstufen kann, Fehlbelichtungen bis zu einer halben Blende in Kauf nehmen.

Wenn Sie sich nun trotzdem eins kaufen wollen, nur zu.
Zum gelegentlichen "telen" ist das schon okay, wenn man um die möglichen Problemstellen weiß und versucht, diese zu umgehen.
Und evtl. können Sie es ja später wieder verkaufen- ;-)


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