Wie belichtet man richtig?

Zonensystem

Früher stand das Zonensystem weiter hinten im Fotolehrgang im Bereich "Labor", den es so hier nicht mehr gibt.
Da die Dunkelkammerarbeit hier im Fotolehrgang nicht mehr erläutert wird, das Zonensystem aber auch für die reine Digiatlfotografie hilfreich sein kann, habe ich das Thema jetzt nach hier vorgezogen zu dem Bereich, mit dem es ebenfalls eng verzahnt ist, zur Belichtung.

Der Fotolehrgang wurde im Laufe der Jahre immer umfangreicher.
Neue Themen (Digitalfotografie) fordern mit Macht ihren Platz. Und der ist in einem Buch leider begrenzt, irgendwo muss gekürzt werden. Und da immer weniger Menschen selber ihre Schwarzweißfilme entwickeln und weiterverarbeiten, wurde mit der siebten Auflage des Buches auf die Kapitel zur Dunkelkammer und zum Eintesten eines Schwarzweißfilms nach dem Zonensystem verzichtet.
Da diese Kapitel im Buch nicht mehr vorkommen, verschwanden sie auch von dieser Website. Aber im Jahr 2011 habe ich den Themenbereich wieder online gestellt. Sie finden weiterführende Beiträge zum Zonensystem in der SW-Fotografie auf Film nun im Bereich Labor analog, dort unter anderem spezielle Seiten zu analogen Anwendungen des Zonensystems.


In dem hier nun folgenden Kapitel geht es um die Zusammenhänge "hinter" der Belichtung . Es geht u.a. darum, herauszufinden, wie viel Kontrast Ihre Kamera in welcher Qualität aufzeichnen kann.
Zum leichteren Umgang mit den unterschiedlichen Belichtungswerten werden wir uns mit dem Zonensystem auseinandersetzen. Wenn Sie an diesen Zusammenhängen kein Interesse haben, kein Problem: Man kann auch ohne dieses Wissen ein guter Fotograf sein. Gehen Sie in dem Fall einfach weiter zum Themenbereich "Zubehör".

Das Zonensystem

wurde von Ansel Adams (1902 - 1984) entwickelt. Es ist eine Methode zur gezielten Belichtung , Entwicklung und Vergrößerung von Schwarzweiß-Negativen. Die bei der Auseinandersetzung mit dem Zonensystem gewonnenen Erkenntnisse sind aber generell für jeden an der Fotografie (Digital- und Farb- und analoge Schwarzweiß- Kleinbildfotografie) Interessierten nützlich.

Digitalfotografie und Zonensystem?

Die Möglichkeit, mit Zonen zu rechnen, ist auch im Zeitalter von Display, Histogramm und Clippinganzeige nicht nur bei der Belichtungssteuerung, sondern auch und gerade beim Fotografieren im Studio mit Blitzgeräten oder anderen Lichtquellen wertvoll. Man kann so relativ einfach Helligkeiten vergleichen sowie Lichtquellen und Belichtungen berechnen.

Kurze Einführung

Ansel Adams entwickelte das Zonensystem , um schon bei der Aufnahme durch eine genaue Belichtungsmessung und anschließende, an das Motiv (und seinen Kontrast ) angepasste Filmentwicklung und Vergrößerung die Grauwerte zu bestimmen, die Motivdetails im endgültigen Bild haben werden.
Das Zonensystem ist aber nicht nur für die Großformatkamera, bei der man jedes Negativ individuell entwickeln kann,sinnvoll. Auch in der digitalen Fotografie und in der analogen Kleinbildfotografie führt eine Auseinandersetzung mit dieser Thematik zu einer höheren Sicherheit und Genauigkeit in der Bestimmung der richtigen Belichtungswerte.
Außerdem lassen sich nicht nur digitale Bilddaten beeinflussen, sondern man kann auch Kleinbildfilme (eingeschränkt auch Farbe und Dia) an besondere Aufnahmeverhältnisse anpassen. Dabei leistet das Zonensystem ebenfalls gute Dienste.

Und was ist es jetzt genau

Nun, das ist nicht so einfach zu erklären, da der Begriff mehrere Bereiche umfasst: auf der einen Seite die Motivhelligkeit und die Belichtung , auf der anderen Seite die Bildwiedergabe (beeinflusst durch die Ausarbeitung des Bildes im Labor oder in der Bildbearbeitung). Auf der folgenden Seite werde ich auf die für einen Digiatlfotografen wichtigen Punkte des Zonensystems in Bezug auf die Motivhelligkeit eingehen.


Weiterführende Lektüre:

(in weiten Teilen leider ausverkauft)

"Das Negativ" von Ansel Adams
(z. Zt. wohl ausverkauft)
Der Klassiker 1



"Das Positiv" von Ansel Adams
(z. Zt. wohl nur in Englisch)
Der Klassiker 2


"The New Zone System Manual" von Minor White
(Mein Tip, leider nur in englisch und nur als Sammlerstück erhältlich, aber sehr verständlich geschrieben.
Leichte Englischkenntnisse ausreichend.)


"Das Zonensystem in der Schwarzweiß- und Farbfotografie" von Peter Fischer-Piel.
(fachlich sehr gut, didaktisch nicht so überzeugend.)

Der Fotolehrgang LIVE!

Ein Live-Fotokurs (Fotogrundlagen).
- mit Tom! Striewisch, dem Autor des Fotolehrgangs im Internet.

Ideal zum verschenken, schenken lassen oder auch sich selber schenken.

Mehr Informationen und Anmeldung zu den Fotokursen mit Tom! Striewisch hinter diesem Link.