Notizen zur Fotografie ...

APS


Vorbemerkung 2016: Diese Seite lńsst sich durch die Tabelle leider nicht so ganz einfach fŘr Smartphones anpassen. (An die hat damals auch noch keiner gedacht. ;-) ) Andererseits wird sich eh kaum jemand hier auf dieses "olle M÷hrchen" hin verirren. Deshalb lasse ich es so wie es ist.

Vorbemerkung 2008: Das Thema APS ist zwar eigentlich "durch, aber es gibt immer noch recht häufig Zugriffe auf diese Inhalte, so dass ich sie bis auf weiteres online lasse.

Vielleicht hat das mittlerweile ja schon historische Dimensionen. ;-)

Vorbemerkung 2004: Das Thema APS hat sich mittlerweile wohl bald erledigt, da die Produktion von APS Kameras bei den ersten Firmen anscheinend bereits eingestellt wurde.
Dieser Kommentar wird also über kurz oder lang verschwinden können.
Doch jetzt erstmal zurück in die jüngste Vergangenheit:




Vor kurzem fiel mir wieder eine Anzeige für APS Kameras in die Hände. Ich denke, ich sollte hier dazu einmal Stellung beziehen.

Im Frühjahr 1996 wurde das Advanced Photo System in Deutschland eingeführt. Alle Großen aus der Fotobranche waren dabei. Die ersten Filme und Kameras wurden vorgestellt. Bei APS handelt es sich um ein neues Filmsystem, das dem Kleinbildsystem verwandt ist.
Es soll viele Vorteile bieten, die aber leider in der Realität so nicht eingehalten werden können.

Die vermeintlichen Vorteile

Die Realität

1) kompakte, schmale Filmpatrone, daher kompaktere Kameras möglich. Kompakte Kameras gibt es schon lange. Sie haben jedoch auch viele Nachteile. Je leichter die Kamera, desto leichter kann man ein Bild verwackeln, und wenn sie zu klein ist, kann man sie nur schlecht halten.

2) eine magnetische Filmbeschichtung, die den Informationsaustausch zwischen Anwender, Kamera und Labor ermöglichen soll. Mir ist nicht klar, was eine Speicherung der Belichtungsdaten dem Labor an nützlichen Zusatzinformationen bringen soll.
Ich glaube nicht, daß dadurch bessere Laborergebnisse zu erwarten sind.

3) leichteres und sichereres Filmeinlegen. Das war schon Mitte der 60er Jahre möglich. Zumindest konnte es meine alte Canon FTB, die damals entwickelt wurde.

4) drei verfügbare Filmformate Es handelt sich bei diesen 'verschiedenen' Filmformaten nur um Ausschnitte aus dem gleichen Negativ.
Wenn man mit einer Schere umgehen kann, ist das auch bei Kleinbild kein Problem und die Ausschnitte kann man dann noch viel individueller waehlen.

5) Rückseitenaufdruck von Titel, Datum oder Uhrzeit Nun, wenn damit ein Aufdruck der Aufnahmezeit gemeint ist, handelt es sich hierbei um eine echte Neuerung. Doch ob man dafür eine neue Kamera braucht?

6) Der Film verbleibt nach der Entwicklung in der Patrone. Es ist absoluter Unsinn, den Film in der Patrone zu belassen. Jeder, der sich ein wenig mit Fotografie beschäftigt, weiß wie empfindlich Negative sind. Wenn diese nun aufgerollt in der Patrone verbleiben, müssen sie für jede Entwicklung herausgenommen werden. Da der Film in Spiralform aufgewickelt ist, reiben dabei die verschiedenen Windungen aneinander. Sollte dazwischen ein Staubkorn sein, geht der Kratzer gleich über mehrere Bilder.

7) Der Index-Print zeigt alle Bilder eines Films Indexprints gibt es auch ohne APS.

8) Durch die neue Filmpatrone und den Magnetstreifen ist die Weiterverarbeitung per Computer einfacher. Ich weiß wirklich nicht, wie dieser Magnetstreifen und die Patrone die Weiterverarbeitung per Computer vereinfachen sollen.
Einzig zum Scannen eines ganzen Filmes ist das evtl, sinnvoll. Dann hätten wir aber das gleiche Problem wie unter 6 beschrieben.
Meine Meinung:

Unnötig

Ich habe den Eindruck, daß die Fotoindustrie hier nur auf den Absatz neuer Kameras erpicht ist. 'Bessere' Bilder sind durch APS nicht zu erwarten.
Diese macht aber natürlich auch der Fotograf, und nicht die Kamera.

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