Verlängerungsfaktor

In der Makrofotografie müssen Sie bei der Belichtungsmessung den Verlängerungsfaktor (VF) berücksichtigen.
Um kleine Objekte groß fotografieren zu können, ist es nötig, den Auszug des Objektives zu vergrößern (z.B.: mit Zwischenringen oder Balgengerät). Durch diese Verlängerung des Auszuges kommt weniger Licht auf den Chip / Film, deshalb muß die Belichtung korrigiert werden.
Wenn Sie eine Kamera mit Innenmessung benutzen, geschieht das (soweit die Blendenübertragung zwischen Objektiv und Kamera trotz Zwischenringen / Balgengerät noch funktioniert) automatisch. Wenn Sie jedoch einen Handbelichtungsmesser einsetzen, müssen Sie dessen Angaben korrigieren.
Dazu benutzt man den Verlängerungsfaktor.
Ein VF von 2 besagt, daß Sie die Belichtungszeit verdoppeln müssen, bei 4 müssen Sie sie vervierfachen. Wenn Sie die Aufnahme mit Blitz belichten, können Sie alternativ, bei statischen Motiven den Blitz auch 4mal auslösen.
Der VF ist abhängig von der Brennweite und dem tatsächlichen Auszug. Sie können ihn mit einer Formel selbst errechnen.

VF= (Auszug)2 : (Brennweite)2

Das heißt, wenn Sie mit einer Brennweite von 50mm fotografieren, und der Auszug beträgt 100mm, daß der VF (100 * 100) : (50 * 50) oder 10000 : 2500 oder 4 beträgt.
Sie müßten also die Belichtungszeit vervierfachen, aus 1/60stel würde also 1/15tel. Ebensogut könnten Sie die Blende öffnen. Um 4mal soviel Licht auf den Chip / Film zu lassen, müßten Sie die Blende um zwei Werte öffnen, also z.B.: von 22 auf 11.


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