HDR (High Dynamic Range)
Bilder mit einem erhöhten Kontrastumfang.
Digitale Bilder aus den heute
(2010) im Amateurbereich üblichen Digitalkameras
können nur ein beschränktes
Maß an Kontrast aufnehmen, meist
ist das weniger, als der früher weit verbreitete
Farbnegativfilm aufzeichnen
konnte.
Man spricht von LDR-Bildern. (Low Dynamic Range)
Dieser beschränkte Kontrastumfang
bringt bei einigen Motiven Probleme
mit sich ( Clipping ). Mit speziellen
Kameras (teuer) oder mit besonderen
Aufnahmemethoden kann man einen
höheren Kontrastumfang aufzeichnen.
Man nimmt dann die gleiche Szene mit
mehreren unterschiedlichen Belichtungen
auf. Dazu wird die Belichtungszeit
und nicht die Blende verändert, da sonst
die Schärfentiefe nicht gleich wäre.
Mit spezieller Software, die auch Bestandteil
der Bildbearbeitung sein kann (Photoshop),
wird aus den unterschiedlich belichteten
Einzelbildern ein neues Bild
gebaut. In diesem neuen Bild kommen
die tiefsten Schatten aus dem hellsten
Bild der Aufnahmereihe, die gut durchgezeichneten
Lichter aus dem dunkelsten
Bild.
Mit diesem Verfahren kann man den aufgezeichneten Kontrast erhöhen, man spricht deshalb auch von DRI , Dynamic Range Increasement. Der Kontrastumfang dieser Aufnahme ist größer als die in der Bildbearbeitung üblichen 8 Bit oder 16 Bit, so dass spezielle Dateiformate mit 32 Bit oder 48 Bit zum Einsatz kommen.
Diese breit aufgefächerten Kontraste lassen sich weder am Monitor noch auf dem Papier wiedergeben. Mit diesen Medien kann man immer nur einen Ausschnitt, der im Kontrastumfang einem "normalen" Foto entspricht, zeigen. Um den hohen Kontrastumfang trotzdem wiedergeben zu können, verwendet man eine spezielle Technik, das sogenannte Tonemapping. Damit wird der Kontrastumfang des HDR-Bildes auf die 8 Bit des LDR-Bildes eingedampft. Das Ergebnis ist nicht besonders schön, es ist einfach ein sehr flaues Bild. Deshalb muss gleichzeitig der Lokalkontrast im Bild erhöht werden. Durch diese Steuerung des Lokalkontrastes kann man sehr interessante Bildwirkungen erzielen, die aber in letzter Zeit zu häufig zu sehen waren, so dass bei den Betrachtern ein gewisser Sättigungsprozess eingesetzt hat.
Für die Umwandlung der DHR-Bilder in LDR-Bilder und das Tonemapping gibt es spezielle Software wie zum Beispiel "Photomatix". Ein eigentlich zu hoher Kontrastumfang lässt sich auch mit anderen Verfahren in eine LDR-Datei überführen: Erik Krauses Photoshopaktion (www.erik-krause.de) oder Programme wie PTAverage oder Enfuse sind hier zu nennen. Deren Ergebnisse weisen nicht den starken Effekt des Tonemappings auf und sind gerade deshalb dann im Vorteil, wenn solche Effekte stören würden.
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